Zum Hauptinhalt springen

02.09.2026 Fahrraddemo - Radwege statt Ausreden: Fahrrad-Entscheid Köln kündigt Fahrraddemo zum neuen Haushalt an

Ravedemo Fahrradentscheid Flyer Instagram Post 45 2Am 2. September stellt die Verwaltung der Politik den Haushaltsplanentwurf vor. Um deutlich zu machen, dass bei Radverkehr nicht gespart werden darf, sondern sogar mehr in die Infrastruktur investiert werden muss, veranstaltet der Fahrrad-Entscheid Köln während der Ratssitzung eine Demonstration vor dem Rathaus. Nach Reden des Fahrrad-Entscheids und des ADFC Köln startet ein Fahrrad-Rave, der das Motto der Demo „Radwege statt Ausreden – Radverkehr in den Haushalt!“ laut und deutlich in die Domstadt trägt.

"Sichere Radwege sind kein Luxus, sondern essenziell, damit die Kölner*innen sich aufs Rad trauen und sicher fahren können - vor allem für die Schwächsten: Kinder, Ältere, Fahranfänger*innen", so Paul Schneider, Pressesprecher des Fahrrad-Entscheid Köln. "Zudem sind sie Grundlage für die Mobilitätswende: Ohne einen Quantensprung im Radwegeausbau wird Köln seine Klimaschutzziele nicht ansatzweise erreichen".

Initiative fordert mehr Geld für den Radverkehr

Im Haushaltsplanentwurf, der dem Rat am 02. September präsentiert wird, skizziert die Kämmerei, für welche Projekte das Geld in den Jahren 2027 und 2028 Geld ausreicht. Danach verhandeln die Politiker:innen zwei Monate lang darüber, wie die Aufteilung verändert werden soll. Aktuell erweitert die Stadt Köln den Radwegnetz um ca. 5 km pro Jahr, doch der Fahrrad-Entscheid fordert 70 km. Damit würde es innerhalb von sechs Jahren gelingen, sichere Fahrradinfrastruktur in 200 m Entfernung von fast jedem Ort in Köln zu erreichen - von Chorweiler bis Zündorf.

Was kostet sichere Fahrradinfrastruktur in ganz Köln?

Bevor das Bürgerbegehren 33.000 Unterschriften gesammelt hat, wurden die Kosten für die sechsjährige Ausbauphase von der Stadt auf EUR 42 Mio. pro Jahr geschätzt. Vor einem Jahr hat der Stadtrat die Verwaltung per Ratsbeschluss angewiesen "darzulegen, wie dem inhaltlichen Ziel des Bürgerbegehrens entsprochen werden kann.". Lino Hammer (Fraktionsgeschäftsführer, Grünen) konkretisierte den Antrag damals so: "Hier brauchen wir nicht bloß die vorgeschriebene Kostenschätzung, sondern eine politische Handlungsgrundlage. Wir wollen wissen: Welche Strecken sind in Planung? Welche Ressourcen fehlen? Wo hakt es? Wo brauchen wir mehr Stellen?". Leider steht dieses Gutachten auch ein Jahr später noch aus.

"Wir hoffen, dass es vor Ende der Haushaltsverhandlungen veöffenlticht wird. Denn jeder Euro für Radverkehr rentiert sich vielfach für die Gesellschaft: Sicherheit für die Schwächsten, saubere Luft, weniger Lärm, weniger Unfälle, sinkende Gesundheitskosten," so Alison Haywood, Pressesprecherin des Fahrrad-Entscheid Kölns. "Mit dieser Demo zeigen wir: wir sind da, und wir sind nicht zu überhören. 33.000 Kölner:innen haben unser Bürgerbegehren für sichere Radwege unterschrieben. Die Stadt muss endlich handeln."

Demonstrieren - und Raven auf zwei Rädern

Fahrrad Demo & Rave zur Stadtratssitzung

2. September, 16:00 Uhr
Alter Markt (vor dem Rathaus)    

Die Demo beginnt um 16:00 am Alten Markt vor dem Rathaus. Mit musikalischer Begleitung von DJs Bouncy Bitch und Pamela Rave zieht der Demozug anschließend auf zwei Rädern 8 km durch die Stadt - vorbei an markanten Stellen des öffentlichen Diskurses um Mobilität in Köln: Am Rheinufer vor dem Schokoladenmuseum, wo dieses Herbst ein provisorischer Radweg zurück gebaut wurde, sowie durch die Trankgasse, in der erstmals ein permanenter Radweg entfernt wurde. Die Veranstaltung Endet mit einer weiteren Rede gegen 17:30 ebenfalls vor dem Rathaus.

Fahrrad Raves sind eine wiederkehrende Demo Format des Fahrrad-Entscheids, die gerade eine wachsende Popularität in Köln erleben. Der letzte Demo-Rave - die Fahrrad Sternfahrt mit DJ Dom Whiting - animierte schätzungsweise 4.000 Teilnehmer:innen.

Über den Fahrrad-Entscheid Köln

Der Fahrrad-Entscheid Köln ist eine 2023 gegründete Bürger:innen-Initiative mit dem Ziel, Köln zur Fahrradstadt zu machen. Er ist einer von 57 Radentscheiden in Deutschland und treibt den Ausbau einer durchgängigen, geschützten Radverkehrsinfrastruktur voran. Im Rahmen eines Bürgerbegehrens sammelte die Initiative mehr als 33.000 Unterschriften für bessere Radwege, wurde anschließend aber für rechtlich unzulässig erklärt. Ob diese Einschätzung der Stadt haltbar ist, wird derzeit beim Verwaltungsgericht Köln geprüft. Die mündliche Verhandlung findet am 15.10.2026 statt.

Mehr Infos unter: https://fahrrad-entscheid.koeln/

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.